Fallout 4 Review



Please stand by. - Und als es dann endlich so weit war, konnte sich die Spielerszene kaum noch halten. Fallout 4 ist eines der beliebtesten Spiele des Jahres 2015. Kein Wunder: Sieben Jahre hat es seit Fallout 3 gedauert, bis wir die Fortsetzung in den Händen halten konnten. Das Warten hat sich gelohnt.

Pünktlich zum Release, am 10. November 2015, kam Fallout 4 (die Xbox One Version) bei mir an. - Die Story habe ich noch immer nicht durch gespielt. Zwar hat der neueste Fallout-Teil so seine Macken, doch eines muss man Bathesda lassen: Sie wissen wie man Welten erschafft. Seit Skyrim bin ich großer Fan der Macher und auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht. Fallout 4 spielt sich im Jahr 2287; also zehn Jahre nach den Ereignissen aus Fallout 3 und sechs Jahre nach denen aus News Vegas. Zum ersten Mal jedoch dürfen wir auch die Zeit vor dem großen Krieg, im Jahr 2077, kennenlernen. Die gesamte Handlung spielt sich im postapokalyptischen Bosten und Teilen Neuenglands, dem Commonwealth, ab.
 
Über 100 Stunden Spielzeit alleine an Dialoge stecken in dem Spiel. Das macht sich bezahlt: Jeder noch so kleine Nebencharakter hat seine eigene Geschichte, sowie seine eigenen Hinter- und Beweggründe. Alles ist etwas düster, hoffnungslos und traurig und doch immer in sich stimmig und abwechslungsreich. So lassen sich immer wieder neue, noch nie zuvor gesehene, Umgebungen entdecken, Hintergrundinformationen erspielen und Charaktere kennenlernen, die das Commonwealth richtig lebendig wirken lassen.
Die Haupthandlung ist hingegen leider keine große Stärke des Spiels und vermutlich auch einer der Gründe, weshalb ich sie, trotz mehreren zig Stunden Spielzeit, noch immer nicht durchgespielt habe. Zwar ist die Geschichte um die Suche nach dem verloren gegangenen Sohn anfangs recht interessant und wirft viele Fragen auf, doch spätestens nach den ersten Stunden im Spiel driftet sie ein wenig ab, wird langweilig und nebensächlich.


Das kann das Sandboxing-Tool nicht von sich behaupten. In Fallout 4 haben wir die Möglichkeit uns unsere eigenen Siedlungen aufzubauen. Wir müssen sie beschützen, für genügend Nahrung und Wasser sorgen und können sie mit Energie versorgen und die Moral unserer Bewohner steigern. Im Gegenzug unterstützen diese uns im Kampf, wenn wir sie mit einem Schuss durch die Leuchtpistole als Hilfe anfordern. Das gesamte Bauen im Spiel hat, bei meiner Spielweise, die bislang meiste Zeit gefressen: Die Möglichkeiten die Bathesda uns bietet sind umfangreich und die vielen neuen Locations bieten immer wieder neue Herausforderungen.  

Doch genauso wie schon seine Vorgänger, ist auch Fallout 4 nicht völlig Bug-frei. Ganz im Gegenteil: Je mehr Spielzeit, desto mehr Fehler sammelten sich bei mir an. Sei es nun Dogmeat, der nie in der Siedlung ankam, zu der ich ihm nach einem Begleiter-Wechsel geschickt habe oder Bugston..., - äh, Verzeihung - Preston Garvey, der seit der Burgmission nicht mehr als Begleiter anwählbar ist. Der liebe Preston ist es auch, der mir seit einiger  Zeit immer wieder die selbe Minutemen-Quest gibt. Eine äußerst nervige Angelegenheit, über die ich auf meinem Spielstand aber aufgrund der vielen anderen Quest-Angebote bislang hinweg sehen konnte. Von lästigen Grafikfehlern blieb das Spiel bislang dafür verschont. Zwar gibt es immer mal wieder Charaktere, die sich an Texturen verhängen, doch das ist es mittlerweile doch auch ein Stück weit, was Fallout aus macht.
 
Das Waffen- und Kampfsystem hingegen ist flawless. Das neue Waffenmenü macht es angenehm einfach zwischen seinen Schätzchen hin und her zu schalten, Granaten zu werfen oder Stimpaks oder Chems zu nehmen, ohne dabei den Kampf immer wieder unterbrechen zu müssen. Die Kämpfe machen richtig Spaß: Die KI der Gegner ist gut ausgearbeitet, die verschiedenen Gegner-Typen sind umfangreich und hin und wieder eine echte Herausforderung und das Kampfsystem lässt sich gut spielen und ist, meiner Meinung nach, eine echte Stärke des Spiels.

Krieg, Krieg ist immer gleich. - Das gilt jedoch nicht für Fallout. Die Reihe hat seit Release ihres ersten Titels 1997 eine unglaubliche Wandlung durchlebt. Für mich persönlich ist Fallout 4 das Spiel des Jahres 2015; und das, obwohl es erst sehr spät im Jahr erschienen ist. Vor mir liegen noch viele Stunden Spielspaß - und euch erwarten noch einige Trivias, Tipps, Tricks und Let's Shows meinerseits. 

Nonsense-Bewertung: 5 von 5 Punkten
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Über Nonsense Entertainment

Hinter Nonsense Entertainment verbirgt sich Vollzeitgeek, Motion Picture-Enthusiastin und Internetfreundin Sarah Weiher. Besonders gerne befasst sie sich mit der Internetkultur, Rollenspielen, Science Fiction-Literatur, Netflix Serien und dem Storytelling.

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