Oscar Prognose 2016

Am 28. Februar ist es wieder so weit: Zum nun 88. Mal wird in Los Angeles im Dolby Theatre der bekannteste Filmpreis der Welt verliehen: Der Oscar. Auch ich werde mir die Übertragung live gemeinsam mit guten Freunden ansehen. Doch was erwartet uns dieses Jahr überhaupt? Wer sind die Nominierten? Hier meine Oscar Prognose für das Jahr 2016:

Die diesjährige Oscar-Produktion übernehmen zum ersten Mal die US-amerikanischen Film- und Fernsehproduzenten David Hill und Reginald Hudlin. Gastgeber wird, zum mittlerweile zweiten Mal, der Schauspieler Chris Rock (Kindsköpfe, Leg dich nicht mit Zohan an). Was die Nominierungen angeht sind die Oscars mal wieder weißer als frisch gefallener Schnee aufm Vordach. Dafür musste die Academy of Motion Picture Arts and Sciences auch schon einiges an Kritik einstecken. Immerhin kamen in den letzten 88 Jahren gerade einmal 15 schwarze Schauspieler in den Genuss eines Oscars.

Die Nominierungen
Die Nominierungen wurden am 14. Januar 2016 von Guillermo del Toro, Cheryl Boone Isaacs, John Krasinski und Ang Lee bekanntgegeben. The Revenant - Der Rückkehrer ist mit insgesamt zwölf Nominierungen der erfolgreichste Film und gilt als absoluter Favorit. Das könnte also Leonardo DiCaprios bislang wohl größte Chance auf das goldene Männchen sein. Dicht darauf, mit zehn Nominierungen, folgen Mad Max: Fury Road und, mit sieben Nominierungen, Der Marsianer - Rettet Mark Watney. In der wohl wichtigsten Kategorie "bester Film" haben acht Filme eine Chance auf den Preis; darunter auch die deutsche Koproduktion Bridge of Spies: Der Unterhändler. Des weiteren sind Spotlight, Carol und Der Marsianer nominiert.

Ich persönlich bin fest davon überzeugt, dass Spotlight dieses Jahr in der Kategorie "bester Film" ganz weit oben landen wird. Regie führte Tom McCarty, der zusammen mit Josh Singer auch das Drehbuch schrieb. In den Hauptrollen stehen Mark Ruffalo, Michael Keaton, Rachel McAdams, John Slattery, Stanley Tucci und Liev Schreiber. Spotlight basiert auf wahren Ereignissen. In dem Film geht es um ein Team von Journalisten, die für die Tageszeitung "The Bosten Globe" schreiben und die den sexuellen Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche in Bosten aufdeckt.

Aber auch Der Marsianer - Rettet Mark Watney und The Revenant - Der Rückkehrer rechne ich nicht allzu schlechte Chancen an. Der Marsianer ist ein Science-Fiction-Film von Ridley Scott und handelt von dem Astronauten Mark Watney (gespielt von Matt Damon), der auf dem Mars zurückgelassen wird und dort um sein Überleben kämpfen muss. Ebenfalls ums Überleben geht es in The Revenant. Regie führte hier der mexikanische Regisseur Alejandro G. Inárritu; das Drehbuch basiert auf dem Roman Der Totgeglaubte von Michael Punke und stammte von  Mark L. Smith. In den Hauptrollen stehen Tom Hardy und Leonardo DiCaprio.

Apropos Leo: Meiner Meinung nach ist Leo einer dieser Schauspieler, der schon längst einen Oscar hätte bekommen sollen und für den man sich freut, wenn es endlich soweit ist. ABER ich finde auch, dass er den Oscar mit Wolf of Wallstreet eher verdient hätte, als in The Revenant. Eins ist sicher, egal ob Oscar oder nicht, für das Internet wird es lange Zeit danach kein anderes Thema mehr geben.

Persönlich hoffe ich, dass auch Mad Max: Fury Road mit dem ein oder anderem Preis davon gehen wird. Der apokalyptische Film von George Miller ist der mittlerweile vierte Teil der Mad Max Reihe, die 1979 begann. Zum ersten Mal spielte Tom Hardy die Hauptrolle des Max Rockatansky, die zuvor immer von Mel Gibson gespielt wurde. Tom machte hier großartige Arbeit und auch die restliche Crew hat einen klasse Job abgeliefert. Bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes im vergangenen Jahr lief der Film außer Konkurrenz. Meiner Meinung nach ein super Film, der auf jeden Fall die eine oder andere Auszeichnung verdient hat.

Jada Pinkett Smith und Spike Lee kritisierten die ethnische Vielfalt der Oscars und kündigten, wie einige andere, an, nicht zur Oscarverleihung zu erscheinen. Die Akademie stimmte jetzt dafür, bis 2020 neue Regeln auszuarbeiten und die Zahl von Frauen und Minderheiten zu verdoppeln. Schade, dass sowas überhaupt nötig ist.
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Über Nonsense Entertainment

Hinter Nonsense Entertainment verbirgt sich Vollzeitgeek, Motion Picture-Enthusiastin und Internetfreundin Sarah Weiher. Besonders gerne befasst sie sich mit der Internetkultur, Rollenspielen, Science Fiction-Literatur, Netflix Serien und dem Storytelling.

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