Indiana Jones Filmmarathon + Indiana Jones 5

Manche Film-Reihen verdienen es einfach, dass man ihnen wenigstens einmal im Leben einen langen Marathon widmet. Gestern Abend war im Kino um die Ecke Indiana Jones angesagt. Zusammen mit zwei Freunden von mir habe ich mir das Spektakel gegönnt und mich knapp fünf Stunden lang Kindheitserinnerungen hingegeben. Dabei ist mir vieles aufgefallen, was mir früher entgangen ist.

Die Filme der Indiana Jones-Reihe sind echte Kultfilme. Alle vier Teile entstanden unter der Leitung von George Lucas und Steven Spielberg. In jedem spielt Harrison Ford die Hauptrolle. Mittlerweile gibt's von unserem Actionhelden außerdem zahlreiche Romane, Comics und Handy- und Computerspiele. Nicht ohne Grund, denn an Indiana Jones ist einfach alles Kult. Die Filme sind Unterhaltung pur. Harrison Fords Schauspiel passt unglaublich gut zu der Rolle des Indiana, der zwar stets cool, aber auch etwas verpeilt daher kommt.

Wenn ich an Indiana Jones denke, kommen mir als erstes Peitsche, Hut und verrückte-Tempel-Mechanismen in den Sinn. Die Kombination eines moderaten Universität Professors für Archäologie und eines waghalsigen Actionsheldens, der regelmäßig Nazis niedermetzelt, ist so skuriell, dass sie einfach jedes Mal wieder unglaublich viel Spaß macht. Witzig sind auch die Running Gags wie zum Beispiel Indys Angst vor Schlangen, die Erklärung, woher Indys Narbe am Kinn stammt (Erklärung: In allen Harrison Ford Filmen bekommt jene Narbe eine andere Begründng, wie sie entstanden ist. In Wahrheit stammt sie aus einem Autounfall) oder die Hintergrundinfo, dass Indy sind nach seinem Hund benannt hat (Erklräung: In Wahrheit hieß nämlich George Lucas Hund Indiana). Top Abenteuerfilm mit liebenswerten Charakteren, großartigem Soundtrack und jeder Menge witzigen One Linern. Trotzdem sollte man für die Reihe seine linke Hirnhälfte besser ausschalten, um die Filme auch voll genießen zu können: Mit Logik und tieferliegendem Sinn kann die Story nämlich nicht überzeugen. 

Ein anderer Punkt sind Indy und die Frauen. So begegnen uns im Laufe der Zeit die liebenswerte, aber etwas unfähige Marion Ravenwood (Jäger des verlorenen Schatzes), die absolut furchtbare, nervige Willie Scott (Der Tempel des Todes) sowie die hinterhältige Dr. Elsa Schneider (Der letzte Kreuzzug). Egal wie unterschiedlich die Damen auch sein mögen und wie unglaublich unfähig sie sich jedes Mal wieder in Kampfssituationen beweisen: Indiana liebt sie alle. An mancher Stelle (insbesondere bei Dame Nummer 2), kann man da nur den Kopf schütteln. Besonders schön: Die unglaublich unpassenden "Dialoge" vor Kussszenen. Oh Indy, noch viel lernen du musst.

Besonders gut haben mir, nach wie vor, Jäger des verlorenen Schatzes und Der letzte Kreuzzug gefallen. Der erste Film ist einfach rundum stimmig und nachdem Teil 2 etwas von der Reihe abdriftete, griff Teil 3 wieder alles auf, was ich beim ersten Teil so geliebt habe. Hinzu kommt, dass ich Sean Connery als Indys Papa und Denholm Elliott als Marcus Brody super lustig und liebenswert finde. Alles in allem hatte ich einen unglaublich schönen Abend mit vielen vielen Snacks, vielen Lachern und jeder Menge Action.   

Was ich an dem Abend gelernt habe:
  1. Wenn dir keine böse Gegenpartei einfällt, nimm' einfach Nazis! Geht immer.
  2. Wenn es nicht explodiert, ist es uninteressant.
  3. Ein cooler Spruch muss immer sitzen.
  4. Wurden alle Möglichkeiten ausgeschöpft, dichte einfach noch etwas dazu, um den Helden aus seiner Bredoullie zu bringen.
  5. Indiana Jones ist im ersten Film für die Handlung absolut obsolet. Macht aber nix, da Punkte 1 - 4.

Fest steht: Ich bin nach wie vor großer Fan der Indiana Jones Filme. Lustig ist es übrigens, dass alle Welt so tut, als hätte es Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels nie gegeben. Zum Glück, denn der 4. Indiana Jones war so furchtbar, dass sich selbst der Regisseur im Nachhinein dafür schämt. Mal sehen ob das im nächsten Film besser wird. 2019 soll Indiana Jones 5 in die Kinos kommen. Ob Harrison Ford mit 73 Jahren immer noch Peitsche schwingend Schätze jagen kann? Ich fand das in Teil 4 schon grenzwertig. Was meint ihr?
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Über Nonsense Entertainment

Hinter Nonsense Entertainment verbirgt sich Vollzeitgeek, Motion Picture-Enthusiastin und Internetfreundin Sarah Weiher. Besonders gerne befasst sie sich mit der Internetkultur, Rollenspielen, Science Fiction-Literatur, Netflix Serien und dem Storytelling.

2 Kommentare:

  1. Ach wie cool, Indie auf der grossen Leinwand wuerde ich mir auch nicht entgehen lassen. Den einzigen, den ich im Kino gesehen habe,war leider der vierte :(
    Wir haben neulich auch mal wieder die Filme geschaut und passend dazu die Lego Games auf der xbox gespielt, das hat auch ziemlich Laune gemacht, kann ich nur empfehlen :D

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    1. Oh, mein Beileid. :D Der vierte Film hat mir wirklich überhaupt nicht gefallen. Spätestens bei den Aliens war es für mich vorbei.
      Das glaub ich sofort! :D Darauf hätte ich auch mal wieder Lust. Besonders die Lego Star Wars Teile habe ich früher GELIEBT.

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