The Revenant - Der Rückkehrer (Review)

Beste Regie, beste Kamera und vor allem bester Hauptdarsteller: The Revenant - Der Rückkehrer konnte bei der 88. Oscarverleihung einiges absahnen. Ich habe den Film vor zwei Wochen im Kino gesehen und kann die Euphorie verstehen. Wieso erfahrt ihr jetzt.

Bei The Revenant - Der Rückkehrer handelt es sich um einen US-amerikanischen Historie-Western-Thriller vom mexikanischen Regisseur Alejandro Inárritu. Der Film wurde 2015 produziert; das Drehbuch stammt von Mark L. Smith und Inárritu und basiert auf dem Roman Der Totgeglaubte von Michael Punke. In den Hauptrollen sehen wir Leonardo DiCaprio und Tom Hardy.

Handlung
The Revenant erzählt die Geschichte vom Trapper Hugh Glass und seinem Sohn Hawk, dessen Mutter eine Indianerin, eine Pawnee, war. Im Jahr 1823 ziehen sie mit einer Expedition der Rocky Mountain Fur Compandy durch die heutigen Bundesstaaten North Dakota und South Dakota. Die Expedition wird von einer Gruppe Arikaree angegriffen; viele Männer sterben und die Gruppe rund um Hugh Glass muss die Flucht ergreifen und dabei die erbeuteten Felle zurücklassen. Gerade einmal ein Drittel der Männer kann sich aufs Boot retten. Auf Rat von Hugh Glass verlassen die Männer kurz darauf das Boot, um sich zu Fuß durchzuschlagen um so einen erneuten Angriff zu vermeiden. Auf diesem Weg wird Glass von einer Grizzlybärin angegriffen. Er wird schwer verwundet, doch überlebt und tötet die Bärin. Seine Begleiter finden und verarzten ihn, doch müssen ihn schon bald zurücklassen, weil der Weg mit einem derart Verletzten zu schwierig wird. 

Bei Glass bleiben nur sein Sohn, der junge Jim Bridger und der ehemalige Soldat John Fitzgerald. Letzterer nur, weil Captain Andrew Henry ihnen je 100 Dollar verspricht, wenn sie bis zu Glass Tod bei ihm bleiben und ihn versorgen, und die anderen Beiden auf ihre Belohnung verzichten. Kurz darauf versucht Fitzgerald Glass zu töten. Hawk kann ihn davon abhalten, wird aber kurz darauf, vor den Augen seines an die Tragbahre gefesselten Vaters, von Fitzgerald getötet. Fitzgerald überzeugt Bridger, der nichts von dem Mord mitbekommen hat, dass sie fliehen müssen, da die Arikaree auf ihren Fersen seien. So lassen sie Glass in einem bereits ausgeschaufeltem Grab mit nichts als etwas Erde bedeckt und einer Trinkflasche zurück. Das soll's natürlich nicht gewesen sein: Hier beginnt die Rückkehr des Rückkehrers.

Und ständig nur "Leo"  
Dabei stecken hinter dem Film noch viele weitere tolle Leute! Ein Name, der, meiner Meinung nach, viel zu selten fiel, ist der von Tom Hardy. Während bei den Oscars alle nur Leo feierten, hätte eigentlich Tom Hardy genauso viel Grund dazu gehabt. Der hat nämlich schon in Mad Max: Fury Road mitgespielt, der dieses Jahr SECHS ganze Oscars abstauben konnte. Zusammen mit den Oscars für The Revenant macht das neun Oscars für Filme, in denen Tom Hardy dieses Jahr mitgespielt hat. Chapeau! Und was ist eigentlich mit Emmanuel Lubezki los? Sechs mal für den Oscar nominiert, drei in FOLGE gewonnen (Gravity, Birdman, The Revenant)! Rekord. Großer Dank gebührt vor allem auch den Drehbuchautoren. Auch wenn Leo einen guten Job abliefert, wirkte es für mich ständig so, als spiele er nur das, was er gesagt bekommen hatte. Anders als in The Wolf of Wallstreet fehlte hier gänzlich die persönliche Note. Nichts desto trotz: Verdient.

Fazit 
Ich finde, dass der Film an manchen Stellen etwas "knackiger" hätte sein können. Mit einer Länge von 156 Minuten ist der Film leider auch spürbar phasenweise etwas lang. Doch das ist schon Meckern auf ganz, ganz hohem Niveau. Alles in allem ist The Revenant ein giganitischer Blockbuster der in Sachen Cast, Drehbuch, Kamera und Kostüme alles richtig gemacht hat und der von der ersten bis zur letzten Sekunde schockiert und fesselt. Der Film zeigt die Schönheit und Gefahr der wilden Natur und lässt einem wieder bewusst werden, wie wertvoll unser Planet eigentlich ist.

The Revenant hat seine Oscars auf jeden Fall verdient. Hinter dem Teil steckt ganz großes Kino mit tollen Bildern, einigen atemraubenden Momenten und einer mal völlig neuen Story. Ich kann jedem nur empfehlen, diesen Film mal gesehen zu haben. Wobei einmal sehen meiner Meinung dann auch reicht.
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Über Nonsense Entertainment

Hinter Nonsense Entertainment verbirgt sich Vollzeitgeek, Motion Picture-Enthusiastin und Internetfreundin Sarah Weiher. Besonders gerne befasst sie sich mit der Internetkultur, Rollenspielen, Science Fiction-Literatur, Netflix Serien und dem Storytelling.

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