Rick and Morty

Vor kurzem hat mir ein Freund die US-amerikanische Animationsserie Rick and Morty empfohlen. Die Serie hatte 2013 in Amerika ihre Premiere bei dem Sender Adult Swim. Ein Jahr später kam die Serie dann auch über TNT Serie nach Deutschland. Mir war die Serie bis vor kurzem jedoch gänzlich unbekannt. Umso überraschter war ich, als ich gemerkt habe, wie genial die Serie eigentlich ist.

Rick ist ein alkoholabhängiger, genialer Wissenschaftler, der nichts von der Schule hält und seinen einfältigen Enkel Morty viel lieber dazu bringt, mit ihm auf Abenteuer in andere Dimensionen und Parallelwelten zu reisen. Rick ist erst vor kurzem wieder zu seiner Familie, seiner Tochter Beth, ihrem Mann Jerry und deren beiden Kindern Morty und Summer, gezogen. Trotz der gefährlichen Abenteuer, die Rick und Morty regelmäßig bestreiten, in die auch die Familie regelmäßig mit hinen gezogen wird, ist Jerry der einzige, der in Rick einen schlechten Einfluss für Morty sieht. Seine Frau Beth ist mit ihrer derzeitigen Lebenssituation als Familienmutter und Pferde-Herzchirurgin unzufrieden. Rick interessiert sich dafür nicht. Er ist immer auf der Suche nach der nächsten Erfindung.

Eine Episode geht rund 22 Minuten. Bislang sind zwei Staffeln erschienen, eine dritte Staffel ist jedoch schon in Planung. Die Hauptrollen sprechen im Original Justin Roiland (spricht Rick Sanchez und Morty Smith), Sarah Chalke (spricht Beth Smith), Chris Parnell (spricht Jerry Smith) und Spencer Grammer (spricht Summer Smith). Doch auch die deutsche Synchronisation kann sich hören lassen. Ich finde die deutschen Stimmen sogar sehr gut und auch die Witze der Serie funktionieren im Deutschen einwandfrei. Von Witzen hat die Serie übrigens reichlich. Der Humor ist derb, teilweise vulgär, manchmal aber auch feinfühlig und unterschwellig. Alles in allem ist der Humor aber vor allem unglaublich lustig und kann sich in die Schiene Family Guy oder South Park einordnen; zwei Serien, die ich persönlich sehr gerne sehe.

An den Zeichenstil musste ich mich am Anfang ein wenig gewöhnen. Während die Charaktere auf den ersten Blick etwas lieblos und schlicht aussehen, wird im Laufe der Serie deutlich, wie viel Mühe sich die Macher, insbesondere bei der Inszenierung der verschiedenen Dimensionen und Welten, gegeben haben. Die Serie ist knallig, farbenfroh und eben etwas bescheuert. Da passt der Zeichenstil ganz gut. Die Erzählstruktur der einzelnen Folgen ist in sich abgeschlossen und der Zuseher kann jederzeit mitten drin einsteigen. Dennoch gibt es ein "großes Ganzes", das die Staffel zusammenhält. Ich persönlich fand die Abenteuer von Rick und Morty alle sehr unterhaltsam. Erstaunlicher Weise fand ich den, vergleichsweise ruhigen, Familienalltag von Beth, Jerry und Summer aber ebenso spannend. Die Charaktere sind mir schnell ans Herz gewachsen.

Opa Rick hingegen war der einzige Charakter, mit dem ich mich zu Beginn ein wenig schwer getan habe. Er ist rücksichtslos, selbstsüchtig und vulgär. Wenn man sich jedoch auf den Charakter einlässt, ist er unglaublich lustig und entpuppt sich schnell als einer der Lieblinge der Serie. Die Serie wurde bei den Annie Awards im vergangenem Jahr in der Kategorie Best General Audience Animated TV/ Broadcast Production nominiert, konnte den Preis jedoch nicht gewinnen. Schade, denn ich hätte der Serie den Award gegönnt.

Für Family Guy und South Park Fans dürfte Rick and Morty genau das richtige sein. Man muss den Humor jedoch mögen. Die Serie ist mit Sicherheit nicht für jeden etwas, doch dafür wurde sie auch gar nicht konzipiert. Mir persönlich hat das Konzept sehr gut gefallen und ich freue mich schon darauf, wenn die zweite Staffel bei Netflix zu sehen ist. Kennt ihr die Serie? Was haltet ihr davon?
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Über Nonsense Entertainment

Hinter Nonsense Entertainment verbirgt sich Vollzeitgeek, Motion Picture-Enthusiastin und Internetfreundin Sarah Weiher. Besonders gerne befasst sie sich mit der Internetkultur, Rollenspielen, Science Fiction-Literatur, Netflix Serien und dem Storytelling.

5 Kommentare:

  1. Da bin ich auch vor kurzem erst drauf gekommen. Kann dir aber zustimmen, die Show ist der absolute Knaller und jede Episode ist total grossartig. Gibt es jetzt uebrigens auch bei Netflix, reinschauen lohnt sich :)

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    1. Auch schon die zweite Staffel? Ich werd direkt heute Abend rein schauen. Es ist schon fast schade, dass die Folgen "nur" je rund 20 Minuten gehen. ^-^

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    2. Die zweite Staffel glaube ich noch nicht, aber die ist ebenfalls ziemlich Klasse ;D

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  2. Die serie ist echt gut, ich hab die auch vorgestern bei netflix angefangen :)

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