Ohne Limit (Filmtipp)

Nachdem sich auf diesem Blog die monatlichen Filmtipps meinerseits etabliert haben, möchte ich euch heute, nach GoodFellas und Die Verurteilten, den Film Ohne Limit ans Herz legen. Bei dem Film handelt es sich um einen US-amerikanischen Thriller aus dem Jahr 2011, der auf dem Roman Stoff von Alan Glynn basiert.

Ich war blind, doch nun kann ich sehen. Diese Aussage aus dem Film trifft die Sache auf den Punkt. Zumindest erging es mir nach erstmaligem Ansehen des Filmschmankerls so. Die Regie in dem Film führte Neil Burger und das Drehbuch stammte von Leslie Dixon. In den Hauptrollen sehen wir Bradley Cooper als Eddie Morra und den fabelhaften Robert De Niro als erfolgreicher Geschäftsmann Carl Van Loon. Seit dem offiziellen Kinostart in den Vereinigten Staaten spielte der Film knapp 162 Millionen US Dollar ein. - Eine Summe, die unser Protagonist in dem Film in einer Woche verdienen kann.

Die Story
Eddie Morra lebt in New York, ist erfolgloser Autor, wird von seiner Freundin Lindy (gespielt von Abbie Cornish) verlassen und hat auch ansonsten wenige Erfolge in seinem bisherigen Leben zu verzeichnen. So wurde er bereits ein Mal geschieden und die Abgabefrist für sein, noch ungeschriebenes Buch, ist ebenfalls dabei zu verstreichen. Eddie hat kaum noch Perspektive, als er zufällig auf der Straße den Bruder seiner Ex-Frau, Vernon Gant (gespielt von Johnny Whitworth) trifft, der nebenbei auch als Drogendealer sein Geld verdient. Er hat Mitleid mit Eddie und schenkt ihm eine Pille der neuartigen, synthetischen Droge "NZT-48". Hin und her gerissen nimmt Eddie wenig später diese Droge, die augenblicklich seine Intelligenz, sein Erinnerungsvermögen und seine Konzentrations- und Warhnehmungsfähigkeit um ein Vielfaches erhöht. Völlig berauscht erkennt Eddie sofort, was in seinem Leben falsch läuft. Plötzlich fällt ihm alles super leicht: Er schreibt sein Buch mühelos zu Ende, räumt seine Wohnung auf und bringt sich selber wieder in Form. Das ganze hat nur einen Nachteil: Die Wirkung der Pille hält nicht ewig. Als er Vernon um Nachschub bitten möchte, findet er Vernon tot in dessen Wohnung vor. Die Mörder haben zweifellos nach der Droge gesucht, sie aber nicht gefunden. Eddie findet die Pillen und der Trip beginnt. Er geht zur Börse, wird schnell reich und lernt diverse Fremdsprachen im Handumdrehen. Doch die Droge hat auch Nebenwirkungen. Er wird unkonzentriert und bekommt Kopfschmerzen und Blackouts, wenn er NZT-48 nicht nimmt. Er wird verfolgt und findet heraus, dass ihm der Tod droht, wenn er aufhören sollte, die Droge zu nehmen. Doch der Vorrat ist nur begrenzt und Eddie ist nicht der einzige, der hinter dem Präparat her ist...


Verherrlichung von Drogen?
Bevor ich meine Begründung dahelege, antworte ich auf diese Frage direkt mit einem schallenden NEIN. Ohne Limit ist ein actionlastiger, spannender und vor allem schneller Film, in dem zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommt. Trotz der starken, und auf den ersten Blick wohl auch positiven, Wirkung der Droge, werden die Situationen in die Eddie Morra gerät immer brutaler und gefährlicher. Trotz der bunten Alles-Läuft-Gut-Welt, wird dem Zuseher schnell bewusst, dass nicht alles Gold ist was glänzt und die Droge, selbst im Rausch, diverse Gefahren birgt. Der Film hat unterhaltsame Dialoge, sehr gut inszenierte Action-Szenen und sympathische Charaktere. Untermalt wird das mit spannenden Kamerafahrten, Animationen und der charakterisitischen Farbkorrektur, je nachdem, ob Bradley Cooper aka Eddie Morra sich derzeit im Rausch befindet oder eben nicht. Obwohl die Filmdroge NZT-48 sehr verlockend wird, schreckt der Film gleichzeitig von der Droge und deren Nebenwirkungen ab, ohne aber dabei die Message zu verkünden: Drogen sind böse, pfui pfui pfui! Nein, das macht der Film auf ganz subtile Weise und überlässt dem Zuseher die Entscheidung, wie er das Ende für sich in dieser Hinsicht interpretieren darf, was ich auf jeden Fall einen genialen Schachzug finde.

Fun Facts
Das spannende an der Wundedroge NZT-48 ist, dass ein Professor für Physik an der University of Minnesota, James Kakalios, ein derartiges Präparat für realisierbar hält. Wenn auch nur mit kurzfristiger Wirkung, da ein dauerhafter Zustand aufgrund der Neurochemie des Gehirns ausgeschlossen sei. Sollte also tatsächlich eine solche Droge erfunden werden, würde sie, meiner Meinung nach, für jede Menge Chaos sorgen und in den falschen Händen mit Sicherheit auch zu einigen Katastrophen führen. Wusstet ihr, dass für den visuellen Charakter des Films Filme, Fotografien und sogar YouTube-Clips die Vorlage für das Filmteam boten, um die zwei verschiedenen Stile des Filmes zu realisieren? Für diese Szenen wurde Filmmaterial von Kodak und Fujifilm benutzt.

Was würdet IHR tun, wenn ihr NZT-48 zur Verfügung hättet? Wäre es euch alle Nebenwirkungen wert? Ich muss definitiv sagen: JA. Die Verlockung wäre einfach zu groß. Ein definitiv sehenswerter Film, der zum nachdenken anregt, Spaß macht und mitfiebern lässt. Meiner Meinung nach der beste "Drogenfilm" den es derzeit gibt und der auf jeden Fall unterbewertet wurde. Wie hat euch der Film gefallen? Lasst mir gerne einen Kommentar da.

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9 von 10 Punkten
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Über Nonsense Entertainment

Hinter Nonsense Entertainment verbirgt sich Vollzeitgeek, Motion Picture-Enthusiastin und Internetfreundin Sarah Weiher. Besonders gerne befasst sie sich mit der Internetkultur, Rollenspielen, Science Fiction-Literatur, Netflix Serien und dem Storytelling.

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