Harry Potter Covers around the World


Diejenigen unter euch, die die letzten Monate nicht in Askaban verbracht haben, dürften außerdem mitbekommen haben, dass es seit einiger Zeit eine wunderschöne, von Jim Kay illustrierte, Harry Potter Schmuckausgabe gibt. Im Oktober wird Harry Potter und die Kammer des Schreckens neu aufgelegt. Als echter Potterhead muss ich mir diese Bände natürlich kaufen. Dabei gibt es noch so viel mehr, was das Harry Potter Universum zu bieten hat!

Ein Beitrag von @damnkatniss über Twitter hat mir die Augen geöffnet. Unsere Harry Potter Cover sehen tatsächlich so aus, als hätte Harry einen Selfie Stick. Diese Erkenntnis hat mich nicht nur tierisch zum lachen gebracht, sondern auch in mir den Wunsch heraus gekitzelt mal nachzusehen, wie Harry Potter Cover im Rest der Welt so aussehen.


Ich vermute jeder von uns kennt die deutschen Harry Potter Cover, illustriert von Sabine Wilharm, mit Selfie-Stick Harry im Vodergrund. Das ist Harry Potter wie wir ihn kennen und lieben gelernt habe. Diese Cover sind, meiner Meinung nach, zeitlos. Die Illustrationen gefallen mir noch immer unheimlich gut und die typische Harry Potter-Font ist klasse in Szene gesetzt. Bei diesen Covern wird deutlich: Ja, es sind Kinder- und Jugendbücher! Doch das heißt nicht, dass Erwachsene sich schämen müssen, wenn sie diese Exemplare im Regal stehen haben.
Quelle: akademy.co.uk

Mittlerweile gibt es so viele englische Harry Potter Cover-Versionen, dass es mir anfangs schwer fiel, sie allesamt zuzuordnen. Ich habe die Bücher auch im Englischen gelesen und ich erinnere mich noch zu gut daran, wie ich mich früher gewundert habe, wieso Harry auf den Bildern so ganz anders aussieht, als ich es gewohnt war. Anders heißt aber in keinem Fall schlecht. 
huffingtonpost.com
 
Mittlerweile hat Bloomsberry eine Neuauflage heraus gebracht. Ich finde die neuen Cover unglaublich schön und hätte sie gerne allesamt in meinen Regal stehen. Mich stört es auch nicht, dass die typische Harry Potter-Font ausgetauscht wurde. Die neue Font sieht nicht weniger magisch aus. Allerdings finde ich auch, dass Harry auf den neuen Covern ein wenig weiblich aussieht.


Quelle: harrypotter.bloomsbury.com

Der wohl einzige Unterschied zwischen der britischen und amerikanischen Version, ist der Buchtitel des ersten Harry Potter Teils. In der britischen Version heißt es nämlich Harry Potter and the Philosopher's Stone und in der amerikanischen Version Harry Potter and the Sorcerer's Stone. Übrigens hat nicht nur Bloomsbury die Cover neu aufgelegt, sondern auch Scholastic. 


Am unattraktivsten, wenn es um die englischen/amerikanischen Harry Potter Cover geht, finde ich übrigens mit Abstand die so genannte "Adult Series". Auch als Erwachsener würde ich mich jeder Zeit für eines der anderen Exemplare entscheiden. Optisch finde ich die Adult Series nämlich alles andere als ansprechend. Ich meine: Jeder kennt heutzutage Harry Potter. Jeder weiß, dass es eigentlich Jugendbücher sind. Wen will man damit täuschen? Da ändert auch ein möglichst erwachsenes Cover nichts dran.


Doch diese Cover dürften die meisten von euch ja schon kennen. Interessanter wird es vermutlich, wenn wir mal einen Blick nach Südeuropa werfen. Nehmen wir uns zum Beispiel das italienische Buchcover von Harry Potter vor. Ich weiß ja, ich habe es selber oft genug betont, Harry Potter sind Jugendbücher. Doch die italienischen Cover erwecken den Anschein, bei Harry Potter handle es sich um Kleinstkinder-Ausmal-Büchlein. Ganz abgesehen davon, dass das Cover absolut gar nicht zu der Geschichte zu passen scheint. Auch wenn es, zugegeben, schon ein wenig süß aussieht.
Quelle: akademy.co.uk

Frankreich hingegen hält es bei den Buchcovern etwas konservativer als Italien. Die Cover sind süß, unschuldig und - im Verhältnis zu dem was wir bisher schon gesehen haben - ein wenig langweilig.


Ganz furchtbar hat es Finnland umgesetzt. Ich meine: Was zur Hölle ist da mit den Nasen los?! Mir ist bewusst, dass Professor Dolores Umbridge in den Harry Potter Büchern mit einer Kröte verglichen wird, aber ist das nicht doch eeetwas übertrieben (mittleres Cover)? Uff.

 
Quelle: harrypotter.wikia.com

Versteht mich nicht falsch, ich liebe die skandinavischen Länder über alles. Dasselbe kann ich auch von den schwedischen Covern behaupten. Ich meine, sehen die schwedischen Buchcover nicht einfach zauberhaft aus? Genauso habe ich mir Harry immer vorgestellt.



Die Ukraine hat sich was Cover angeht noch nie zurück gehalten. Wir sehen eine wahre FarbEXPLOSION und die fantastischsten Wesen, die ihr je gesehen habt. Auch wenn mir das wiederrum ein wenig "too much" ist, muss ich sagen, finde ich es klasse, dass die Ukraine sich nicht von den Filmen hat einschüchtern lassen und auch bei den älteren Büchern die beschriebenen Kreaturen so darstellt, wie die Texte es zulassen. Das erste Cover übrigens auch, auf dem nicht der Titel "Harry Potter" prangt, sondern die ukrainische Version des Namens.
Quelle: pinterest.com

Sehr sehr malerisch übrigens finde ich das chinesische Harry Potter Cover. Abgebildet sehen wir die chinesische Variante von Harry Potter und der Stein der Weisen. Die Farbgebung gefällt mir sehr gut, genauso wie das Quidditch-Feld im Hintergrund. Das einzige was mich ein wenig verwirrt ist der dreiköpfige Löwe. Ich vermute, er verbindet Fluffy und das Symbol Gryffindors miteinander. Das japanische Cover (rechts) finde ich auch sehr schön. Zu sehen ist das Cover von Harry Potter Band 6. Mich erinnerin die japanischen Harry Potter Bücher an Gemälde.


Schlussendlich kann ich sagen: Ich finde, Sabine Wilharm hat gute Arbeit geleistet. Auch, wenn es tatsächlich ein wenig so aussieht, als besäße Harry einen Selfie Stick. Aber im Verhältnis zu den anderen Covern müssen wir uns mit unserer Version von Harry Potter auf keinen Fall verstecken. Ich kann übrigens jedem von euch nur die neuen, von Jim Kay illustrierten, Harry Potter Bücher empfehlen. Die sehen nämlich tatsächlich fantastisch aus!

Was sagt ihr zu den Harry Potter Covern? Welches gefällt euch am besten? Schreibt es mir gerne in die Kommentare, ich bin immer an euren Ansichten interessiert. Die nächste Schmuckausgabe, dann zu Harry Potter und die Kammer des Schreckens, erscheint übrigens am 04. Oktober und ich kann euch schonmal verraten: Sie sieht magisch aus.
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Über Nonsense Entertainment

Hinter Nonsense Entertainment verbirgt sich Vollzeitgeek, Motion Picture-Enthusiastin und Internetfreundin Sarah Weiher. Besonders gerne befasst sie sich mit der Internetkultur, Rollenspielen, Science Fiction-Literatur, Netflix Serien und dem Storytelling.

7 Kommentare:

  1. Sind einige nette Cover dabei. Mit den Büchern kann ich aber herzlich wenig anfangen. Ich hatte die Mal angefangen, als die damals rauskamen. Aber ich fand sie nicht berauschend. Sie waren eher einfach von der Wortwahl her - ka ob´s an der Zielgruppe oder Übersetzung liegt - und die Bücher laufen alle nach Schema F ab. Erster Band o.k. ... zweiter Band aha - schon wieder ... dritter Band so WTF, echt jetzt? Bei 5 habe ich endgültig abgebrochen und mich verflucht, weil ich so viel Geld dafür ausgegeben habe und so naiv zu glauben es ändert sich Mal was am Aufbau der Story.

    Ich bin bei Büchern einfach verwöhnt und mit Kinder- und Jugendbüchern hab ich mich schon immer sehr schwer getan. Eigentlich gibt´s nur ein paar, die ich wirklich liebe und entsprechend oft verschlungen habe. Meine Ansprüche sind da einfach andere, ich hab in der Grundschule schon Mark Twain verschlungen. Dagegen stinkt Harry Potter imo einfach nur ab. Heute mutet ja niemand mehr die alten Kinderbücher Kindern zu. Aber mein Dad hatte zum Glück ein gut gefülltes Regal. :D

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    1. Oh wow, harte Worte. ^-^'
      Ich habe das erste Buch damals noch vorgelesen bekommen, weil ich selber noch nicht so gut lesen konnte. Ich war zu jung. Ich habe die Geschichte von Anfang an geliebt und sie hat mich über viele Jahre hinweg begleitet und meine gesamte Kindheit maßgeblich geprägt. Als Harry in Band 1 in die Schule kam, kam ich auch gerade in die Schule. Wir haben quasi "alles zusammen erlebt". Von den Filmen über selber lesen, vorlesen lassen oder den Hörbüchern gelesen von Rufus Beck war bei mir alles dabei.

      Mark Twain habe ich in der Grundschule auch gelesen. Tom Sawyer und Huckleberry Finn fand ich auch wirklich gut, das hat mich aber trotzdem nie so richtig gepackt. Ich kann nicht einmal sagen woran es lag, aber mir kam das immer so "altbacken" vor, ohne den Schreibstil oder die Story damit schlecht reden zu wollen. Eine klasse Geschichte ist auch das allemal.

      Ich bin sowieso ein riesen Harry Potter Fan und kann immer nicht verstehen, wenn jemand mit der Geschichte nichts anfangen kann. :D Ich finde den Stil, die Geschichte, die Charaktere und die ganzen Kleinigkeiten, die schlussendlich alle Sinn ergeben - und das trotz den Jahren die zwischen den einzelnen Büchern lagen -, einfach großartig. Es ist ja nicht nur die Story, sondern auch die (in Anführungszeichen) "Weisheiten" bzw. Werte, die einen die Bänder mitgeben. Meine Vorbilder waren in der Grundschule tatsächlich Hermine und Dumbledore und geschadet hat mir das nicht. :D

      Das Schema ähnelt sich auf den ersten Blick bei Band 1 bis Band 6 schon in gewisser Weise; Band 7 ist die Ausnahme. Das liegt wohl daran, dass die Bücher immer in einer Zeitspanne von einem Schuljahr erzählen. Jedes Buch erzählt in sich jedoch eine völlig andere Story und der Fokus liegt auch immer auf ganz anderen Aspekten. Teil 4 zum Beispiel mit dem Trimagischen Tunier hat nur wenig mit den Vorgänger-Teilen gemeinsam. Und einen Showdown am Ende hat absolut jedes Buch; sei es nun ein Einzelgänger oder der Teil einer Reihe.

      Aber ich will dir deine Meinung gar nicht fadig machen. :D Es ist schließlich dein gutes Recht die Bücher nicht zu mögen. Ist für mich, als Hardcore-Fan, nur immer sehr schwer nachzuvollziehen. ^-^ Aber echt interessant auch mal die Meinung von jemanden zu hören, der von dem Franchise nicht so angefixt ist wie man selbst.

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    2. Das Schuljahr je Buch ist nie mein Problem gewesen. Aber die Story lief immer nach einem festen Muster ab: Irgendwelche Ereignisse, die am Ende mit Voldemort in Verbindung stehen, der mag wieder an die Macht und wird am Ende doch aufgehalten. Nur hat er eben immer eine Marionette. Das fand ich so stinklangweilig.

      Moral ... keinen Plan. Zu der Zeit gab´s längst Sailor Moon, was wiederum meine Kindheit geprägt hat.

      Das Alter mag da aber vielleicht eine Rolle spielen. Als Harry Potter rauskam, war ich schon deutlich älter als du. Damals war ich sicher schon um die 15 rum. Weiß nicht aus dem Kopf, wann genau Bd. 1 in Deutschland kam. Zu der Zeit habe ich mich mit Kinder- und Jugendbüchern schon gar nicht mehr befasst. Es gab halt einen gigantischen Hype und ich musste dann reinlesen. Bin aber nicht böse drum, nur wenige Bücher selbst gekauft zu haben. Die meisten waren nur geliehen.

      In der Zeit als Harry Potter rauskam, war ich leidentschaftlicher Fan von Jules Verne und Karl May. Ich habe es so dermaßen geliebt in die Welt dieser Bücher abzutauchen. Zwei Bücher von Karl May habe ich seinerzeit so sehr vergöttert, dass ich die tatsächlich jede Woche gelesen habe zu dieser Zeit. Ansonsten war das die Zeit, zu der ich Bücher mit Bezug zu bestimmten realen Dingen entdeckt hatte wie Wüstenblume.

      Jugendbücher sind eh ein Ding, welches an mir vorbeigezogen ist. In der Klasse waren bei vielen Mädels so Mädchenromane ziemlich angesagt, aber ich konnte damit nix anfangen. Kinderbücher hatten es aber nicht einfacher bei mir. Ich hatte so eine kleine Auswahl, die ich immer wieder gelesen habe. Darüber hinaus haben mich auch die eher kaltgelassen. Ich habe viel lieber bei meinem Vater im Schrank gestöbert und bei einem alten Nachbarn gehockt, der mir immer Bücher geschenkt hatte. Kinderbücher hatte der freilich nicht. Von ihm habe ich Bücher von Karl May und Co. bekommen.

      Hatte aber durchaus auch seine Nachteile. Wenn der Kram dann irgendwann in der Schule Thema war, hab ich mich zu Tode gelangweilt, weil ich die alle schon kannte. xD

      Ich bin seit der ersten Klasse ein riesiger Bücherwurm. Auf meinem Halbjahreszeugnis stand, ich muss üben flüßig zu lesen. Diese eine nicht so positive Anmerkung hat mich total gewurmt. Ich bekam ein Buch von einem Onkel geschenkt und habe einfach nie wieder aufgehört zu lesen. Da meine Eltern eher wenig Geld hatten. Habe ich ganz oft Bücher von meinem Vater bekommen. Vermutlich liegt da auch meine Abneigung den meisten aktuellen Autoren gegenüber. Ich bin diese alte Sprache und das altmodische Spiel mit Wörtern einfach so gewöhnt. Mein Lieblingsbücher sind daher auch allesamt alter Kram. Wenn ich in einen Buchladen gehen, zieht es mich auf direktem Wege in die Klassik und Lyrik Abteilung. Leider ist die überall winzig. :(

      Dann und wann verirren sich natürlich auch aktuellere Sachen zu mir. Ich mag John Grisham und Ken Follett und fand die Bücher von Tom Rob Smith und Haruki Murikami packend. Oh und ich hoffe bis heute auf ein neues Buch von Andrew Davidson. Aber in erster Linie sind meine Regale voll mit "ollem Kram". Wenn ich Bücher kaufe belese ich mich meist erst stundenlang darüber, ob es eine modernisierte Fassung ist, welche Übersetzung möglichst nahe am Original ist, etc. ... ich brauche meist wahnsinnig lange, bis ich letztlich eine Bestellung aufgebe. *g*

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  2. Die Adult Series sieht wirklich schrecklich aus. Ansonsten gefällt mir das chinesische am Besten. Aber nur das Linke. Ich selbst habe zwar keine Harry Potter Bücher, aber wenigstens hab ich meiner Verlobten neulich die BluRay Sammlung geschenkt :)

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    1. Gut, dass ich nicht die einzige bin, die das so sieht. :D
      Ja, das chinesische Cover gefällt mir auch ganz gut. Das liegt wohl an den Farben und dem "Minimalismus" im Vergleich zu den anderen Covern. Auch ohne den Schriftzügen hätte man eventuell erraten können, aus welchem Land das Cover stammt. Positiv gemeint!

      Herzlichen Glückwunsch zur Verlobung übrigens. :) Viel Spaß beim angucken! Ich finde die Filme auch absolt super (hab selber alle Teile); die können nur meiner Meinung nach nicht mit den Büchern mithalten. :D

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  3. Da sind aber gruselige Vertreter dabei... wuhu...
    Ich mag die normalen, deutschen Cover am liebsten, weil es mich immer an die Zeit erinnert, in der mir mein Papa aus den ersten Büchern vorgelesen hat. Er konnte so perfekt die Stimme der Schlange nachmachen. :)
    Es gab glaube ich mal bei Weltbild oder so einen Sammelschuber mit allen Bänden und wunderschönem Buchrücken.

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    1. Nostalgie gewinnt meistens. :) Mir gefallen die auch mit am besten, sie sind mir auch einfach immernoch am vertrautesten.

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