Tomb Raider: Underworld | #52Games - Deep Blue Sea


Was lange währt, wird endlich gut. Bei Thema Nummer 6, Deep Blue Sea, des Blogprojekts 52 Games von Zockwork Orange habe auch ich endlich die Muße gefunden, über ein Spiel zu schreiben, das, Wort wörtlich, bei mir das Wasser zum überlaufen bringt. Kein Wasser-Level in einem Spiel hat mich so geprägt wie das aus Tomb Raider: Underworld.

In Lara Crofts neunten Abenteuer, aus dem Jahr 2009, verschlägt es uns in eine unentdeckte, versunkene Ruine im Mittelmeer, den Dschungel von Thailand und dem südlichen Mexiko, die Arktis und natürlich Laras Anwesen Croft Manor. Underworld ist, meiner Meinung nach, noch immer eines der besten Tomb Raider-Spiele. Nicht zuletzt auch wegen der Unterwasserwelt, die mich damals gleichermaßen zum Staunen und Fürchten gebracht hat.

Verhasste Unterwasserlevel, eine abenteuerliche Schiffsfahrt, Angeln im Sonnenuntergang … diese Woche ist, passend zum Sommer, alles erlaubt, was mit dem weiten Meer zu tun hat.
Mit Haien schwimmen, Schätze bergen, Rätsel lösen. Was im ersten Augenblick nach einem Fünf-Sterne Urlaub auf einer karibischen Insel klingt, wurde schnell weniger romantisch, wenn der erste Pfeil der Harpune abgefeuert wurde und das rote Blut des getroffenen Hais das Meer erfüllte. Trotz großer Yacht, Hightech-Geräten und malerischer Küstenatmosphäre, beschloss mich beim Spielen stets das beklemmende Gefühl, beobachtet zu werden. Lara Croft wäre schließlich nicht Lara Croft, wenn es nicht irgendwo einen Gegenspieler gäbe, der nur darauf wartete, ihr Steine und gefährliche Monster in den Weg zu legen.

Noch spannender wurde es dann, als wir unter der Meeresoberfläche nicht nur auf Fische und Pflanzen, sondern auch auf alte Ruinen stoßen, in denen wir sogar atmen können. Auch Lara ist in dem Game wieder einmal in Topform und schwingt, springt, klettert und schwimmt sich mühelos durch die wunderschönen Gebiete, die das Spiel uns erforschen lässt. Zwischen glitschigen Steinen, Salzwasser und natürlich dem ein oder anderem Meeresmonster, sind wir auf der Spur nach unserer eigenen Vergangenheit, die es in Underworld zu erkunden gibt. Obwohl ich sagen muss, dass ich die Atmosphäre des Spiels, insbesondere die Unterwasser in der Deep Blue Sea, sehr genossen habe, gab es auch immer wieder den ein oder anderen Moment des Frustes. Lara sah in ihrem legendären Wetsuit Unterwasser natürlich fabelhaft aus, ließ sich während des Schwimmens allerdings leider etwas weniger fabelhaft steuern.

Die Kameraperspektive und Laras Bewegungen machten es mir so manches Mal schwer, voran zu kommen, den Haien auszuweichen oder wirklich den Geheimgang zu durchqueren, den ich mühsam angesteuert hatte. Kamen dann noch Unterwasserströmungen hinzu, wurde der Badespaß schnell zum Todesmarsch. Nichts desto trotz wird Underworld für mich immer der Vorreiter bleiben, wenn es um Unterwasserlevel geht. Nicht zueltzt auch, weil Tomb Raider: Underworld der erste Lara Croft Teil war, den ich jemals gespielt hatte. Die elegante Leichtigkeit, mit der sich unsere vollbusige Heldin Lara steuern lässt, macht einfach Spaß. Das Spiel wurde fantastisch inszeniert, das Leveldesign - inbesondere das der Unterwasserlevel - ist gelungen und an Action fehlt es natürlich auch nicht.

Lara Croft gehört für mich genauso sehr ins Meer wie Arielle die Meerjungfrau. Auch in späteren Teilen zieht es das weibliche Gegenstück zu Indiana Jones von Toby Gard immer wieder in die tiefe See. Wenn ich die Orte der Welt bereisen würde, an die es unsere Lieblingsheldin verschlägt, würde ich es aber ehrlich gesagt auch nicht anders machen.
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Über Nonsense Entertainment

Hinter Nonsense Entertainment verbirgt sich Vollzeitgeek, Motion Picture-Enthusiastin und Internetfreundin Sarah Weiher. Besonders gerne befasst sie sich mit der Internetkultur, Rollenspielen, Science Fiction-Literatur, Netflix Serien und dem Storytelling.

4 Kommentare:

  1. Tomb Raider setzte ja schon zu Beginn der Serie auf aufregende (sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht) Wasserabschnitte und ich kann mich bis heute an ihre ersten Sprünge ins kühe Nass erinnern :) Wird Zeit, dass ich mich mal näher mit den moderneren Teilen (also nach Angel of Darkness und vor dem Reboot) der Serie beschäftige.

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    1. Stimmt! :) Ich finde die Wasser-Parts in allen Abenteuern von Lara ziemlich gelungen. Das müsste ich auch mal machen. Rise of the Tomb Raider steht schon lange auf der Liste der Spiele, dich ich unbedingt noch spielen möchte.

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  2. Also ab Legends fand ich die Spiele ganz o.k. Habe davon viele auch gedaddelt. Underworld allerdings nicht. :( Hat es irgendwie nie in mein Regal geschafft.

    Werde ich wohl auch nicht mehr nachholen, da ich das Reboot wirklich gelungen finde. Für mich gehören die beiden Spiele zu meinen Lieblingsspielen der letzten Jahre.

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    1. Muss ja auch nicht sein, man muss nicht alles gespielt haben. :)
      Wenn ich Underworld erst später gespielt hätte, weiß ich auch nicht, wie ich es dann gefunden hätte. Aber das es mein erstes Tomb Raider Game war, habe ich halt noch einmal einen "besonderen" Bezug dazu. ^-^

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