PETS [Review]


Was tun unsere Haustiere eigentlich, wenn wir nicht Zuhause sind? Der Slogan, der mich anfangs an Pixars Toy Story erinnerte, entpuppte sich als unglaublich gutes Familienkino mit der ein oder anderen überraschenden Wendung.

Bereits vor Beginn des Filmes, wurde mein Herz erwärmt, als ich neben einer Gruppe gehörloser Kinder Platz nehmen durfte, die sich bereits vor Beginn des Filmes aufgeregt in Gebärdensprache miteinander unterhielten und auch immer wieder an meinem Ärmel zupften, um mir mit strahlenden Augen lustige Stellen in der Kinowerbung zu zeigen. Dieser Sitzplatz hat es mir ermöglicht, noch einmal einen ganz anderen Blickwinkel auf den Film zu werfen. Denn Pets beeindruckte mich, sowie meine Sitznachbarn, auch ohne der Vertonung, alleine Dank der visuellen Eindrücke, Gestiken und Mimiken der Charaktere.

Sprechrollen in dem Film hatten unter anderem Jan Josef Liefers (als Max), Dietmar Bär (als Duke), Jella Haase (als Zwergspitz-Dame Gidget), der deutsche YouTuber LeFloid (als Hamster Norman) und Mario Barth (als der Mops Mel). Allesamt haben tolle Arbeit gemacht und ihr Voice Acting passte von Anfang bis Ende blendend zu den Charakteren. Auch der Humor kam in dem Film nicht zu kurz. Während ich zu Beginn kurz ein wenig enttäuscht ausatmen musste, als alle humorvollen Passagen des Trailers direkt hintereinander weg vorkamen, überraschte mich der Film nach der ersten Viertelstunde bis zum Ende mit immer neuen, lustigen Stellen, die sowohl Klein als auch Groß im Kinosaal zum Lachen brachten. Überraschend waren vor allem die auch teils tiefgründigen bis traurigen Szenen, die mich tatsächlich wirklich berührten.


Die Story des Filmes ist nichts besonderes, so viel sollte an dieser Stelle noch gesagt werden. Die Grundidee ist nicht schlecht, doch handelt es sich auch nicht um noch etwas nie da gewesenes. Pets lebt vor allem von seinen vielseitigen und skurrilen Charakteren. In dem Film lassen sich auch hin und wieder Anspielungen an die Minions aus Ich einfach unverbesserlich finden, deren Entwickler auch für Pets verantwortlich sind. Während des Filmes, und des exklusiven Kino-Kurzfilmes der Minions, der vor jeder Pets Vorstellung gezeigt wird, ist mir noch einmal sehr deutlich bewusst geworden, wie ausgelutscht das Thema Minions doch ist. An dieser Stelle ist nur zu hoffen, dass Pets nicht dasselbe Schicksal wiederfährt: Ein Film ist gut, eine Fortsetzung wäre zu viel des Guten.

Eltern sollten an dieser Stelle gewarnt sein: Wenn euer Kind schon vor dem Film von einem eigenen Haustier geträumt hat, will es eines nach dem Film umso mehr. Die Grundidee und die Umsetzung des Filmes haben mir sehr gut gefallen. Pets ist ein schöner, unschuldiger, humorvoller Familienfilm, der Kind sowie Erwachsenen zum Lachen bringen kann. 

Nonsense-Bewertung: 4 von 5 Punkten
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Über Nonsense Entertainment

Hinter Nonsense Entertainment verbirgt sich Vollzeitgeek, Motion Picture-Enthusiastin und Internetfreundin Sarah Weiher. Besonders gerne befasst sie sich mit der Internetkultur, Rollenspielen, Science Fiction-Literatur, Netflix Serien und dem Storytelling.

2 Kommentare:

  1. Mensch, wie du mich immer wieder daran erinnerst meine Review auch endlich mal zu schreiben. :)
    Stimme die zum größten Teil zu - ein niedlicher Familienfilm. Aber ganz und gar nicht hat mich die Sache mit den Synchronsprechern gefallen. Die Stimmen wurden so verändert, dass ich die Sprecher kaum erkannt habe. Bei so viel Computerarbeit kann das meiner Meinung nach auch der Nachbar von Nebenan machen. Das fand ich sehr schade.

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    1. Los! Schreib sie!
      Die Meinung anderer über Dinge, die ich auch selber kenne, interessiert mich immer sehr. :)
      Stimmt auf jeden Fall, dass die Stimmen stark nachbearbeitet wurden. Wenn man wusste, wen man vor sich hat, hat ma denjenigen meiner Meinung allerdings auch erkannt. Das Voice Acting und die Betonungen an sich haben mir auch gefallen, aber ich verstehe auch seeehr gut was du meinst. Kann ich schon nachvollziehen :x

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